Wer kennt das nicht: Jedes Jahr aufs Neue die Terminplanung, wer kommt an welchem der Feiertage zu wem … Dann kann der eine Teil der Familie an dem einen Tag nicht, und der Rest der Familie an den anderen Tagen nicht. Und so kommt es mitunter vor, dass man zu zwei “Veranstaltungen” an einem der Feiertage muss. Irgendwie artet das “besinnliche” Fest dann eher in Stress aus.

Wir haben schon frühzeitig im Herbst angekündigt, dass wir uns vom Acker machen und man uns in den Planungen zum Weihnachtsfest nicht berücksichtigen muss. Auf die Frage, wo wir denn wären, haben wir immer nur gesagt: “Irgendwo in Deutschland, wo Schnee liegt”.
Nun stehen die Feiertage an und in Deutschland herrscht schon eher Bikiniwetter und somit ist Schnee nicht in erreichbarer Nähe. Aber wer uns kennt, der weiß, im Zweifel kommt Plan B. In diesem Fall heißt dieser eher Plan K, K für Küste. Die Ostseeküste haben wir schon oft bereist und nun überlegen wir, mal an die friesische Küste zu fahren und uns richtig schön durchpusten zu lassen.

23.12.2015
Gesagt, getan, und so geht es mit dem gepackten Murphy am Nachmittag los. Die Region um Cuxhaven ist unser heutiges Ziel und so fahren wir erst ein Stück Autobahn. IMG_3387Später folgen wir der B3 und der B73, an Stade vorbei, bis nach Otterndorf. Hier hatten wir einen Internettipp gefunden, dass man im Ratskeller sehr gut essen können soll. Leider finden wir nur auf Facebook eine kleine Seite. Wir rufen von unterwegs an und fragen nach einem freien Tisch und haben Glück. So gehen wir ohne jegliche Erwartung zum Essen.IMG_3388
Das Essen war unerwartet RICHTIG lecker. Wir kochen gern selber und das ziemlich lecker, auch wenn beim Wohnmobilurlaub auch mal praktischerweise eine Tüte oder Dose herhalten muss. Doch die Kommentare im Netz hatten tatsächlich nicht zuviel versprochen.
Gesättigt machen wir uns auf die Stellplatzsuche. Wir steuern den Stellplatz auf der Schöpfwerkinsel in Ihlienworth an, welcher laut der Promobil-App ganzjährig nutzbar sein soll. Kurz vor der Insel an der Brücke werden wir allerdings enttäuscht. Der Stellplatz ist nur bis 15. November frei und dann erst wieder ab 15.3. :( . Wir machen einen entsprechenden Eintrag in der App.
Die Alternative wäre dann in Otterndorf an der Stadthalle – hätten wir ja mal als erstes gucken können *grummel*. Also zurück nach Otterndorf. Unser Navi scheucht uns durch eine Wohnsiedlung und 30er Zone zur Stadthalle. Hier kommen wir jedoch nicht an den Parkplatz, also einmal zurück zur Hauptstraße und um den Pudding. Von der anderen Seite erreichen wir unser Ziel, sehen aber, dass gleich um die Ecke ein Stadtfest (oder ähnliches) ist. Wir hoffen mal, dass das bis zum leeren Parkplatz nicht reicht, und rangieren uns in eine halbwegs gerade Position.
Ich versuche mein Glück und lasse die Satellitenschüssel nach einer Verbindung suchen. Die Chance ist wegen der angrenzenden Bäume gering, aber wegen des fehlenden Laubs will ich es zumindest versuchen…. jedoch ohne Erfolg.
Kaum 20 Minuten später “bumm, bumm, bumm, …..” Mist, der DJ dreht auf und auf dem Parkplatz treffen sich ein paar junge Erwachse mit ihren Autos… das wird sicherlich keine ruhige Nacht.
Wir gucken in unseren beiden Stellplatz-Apps und finden noch einen kostenfreien ganzjährig nutzbaren Stellplatz in Balje am Natureum. Also wird alles kurzum wieder reisefest gemacht und los geht es.
Kurz hinter Belum geht es am Deich entlang und wir landen vor einer verschlossenen Schranke. Das Natureum hat geschlossen! Aber in Belum sind wir eben an einem Gemeindehaus vorbeigefahren, wir drehen um (bloß nicht wieder festfahren!) und stellen uns auf den leeren Parkplatz.
Hier ist es ruhig und wir machen nun endlich Feierabend.

24.12.2015
Nach dem Frühstück machen wir uns auf und fahren nach Cuxhaven und gucken uns neben dem Hafen die drei vorhandenen Stellplätze an. Alle drei sind eher Marke großer “Sardinen”-Parkplatz.
IMG_3391Es zieht uns weiter Richtung Süden. Wir steuern einen kostenpflichtigen Stellplatz an, der in Dorumer Neufeld an einem Campingplatz und Hotel gelegen ist. Der Ort ist zwar irgendwie auf Massentourismus ausgelegt, aber es ist kaum etwas los. Am Stellplatz angelangt begrüßt uns ein Schild, dass die Gastgeber bis 27.12. im Urlaub sind und alle Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten abgestellt sind, man sich aber gerne kostenlos einen Platz suchen kann :) , manchmal muss man auch einfach nur Glück haben.
Wir parken direkt hinterm Deich und sind durch eine kleine Hecke etwas vor dem kräftigen Wind geschützt. Wir ziehen uns warm an und gehen mal auf den Deich, um zu gucken, was sich so auf der anderen Seite befindet. P1060669Wir folgen der Straße und gelangen an einen kleinen Fischerhafen – toll. An der Einfahrt ist ein alter Leuchtturm auf einem Metallgestell und links vom Hafen ist ein großes Freibad.
Wir laufen zurück in den Ort, um zu gucken, ob wir heute Abend vielleicht etwas leckeres zum Futtern finden. Eigentlich hätte es heute Rinderrouladen mit Rotkohl und Klößen geben sollen. Die selbstgemachten Rouladen mit Sauce hatten wir aus dem Tiefkühlschrank von Zuhause mitgenommen – so dachten wir zumindest. Bei genauerer Betrachtung des Doseninhalts entpuppte sich das ganze als Bolognesesauce. Ja, die ist auch sehr lecker, aber irgendwie nicht so angebracht für einen Heiligabend ;) . Da haben wir wohl vergessen, den Aufkleber auszutauschen.
So tingeln wir an den Geschäften vorbei und finden ein kleines Restaurant, welches heute Abend geöffnet hat und sogar für uns noch einen freien Platz hat… wenn wir früh essen würden. Und so reservieren wir für 17:00 Uhr. Es ist später Mittag, daher laufen wir zum Wohni und hauen uns mal eine Stunde aufs Ohr.
Nach dem “Mittagsschlaf” versuche ich nochmal mein Glück mit dem Fernsehempfang. Die Schüssel rotiert und rotiert wie blöd. Mist, kein Baum kann daran Schuld sein. Das hatten wir schon mal und ich google ein bisschen. Zum Glück können wir hier das kostenfreie WLAN nutzen und so werde ich nach einiger Zeit fündig: Astra hat mal wieder an den Frequenzen gefummelt und jetzt muss unser Steuergerät zur Neuprogrammierung eingeschickt werden – ganz toll, danke Astra :( .
Es geht auf 17 Uhr zu. Wir haben auch schon richtig Hunger und laufen zum Restaurant. 5-6 Tische gibt es hier,  wir werden herzlich empfangen. Noch ist nicht viel los und so sitzen wir mit einem anderen Pärchen und suchen unser Essen aus. Wir beide wählen als Beilage Bratkartoffeln, weil wir das Zuhause noch nicht so perfekt hinbekommen. Da nicht viel los ist, bekommen wir nach 15-20 Minuten unser Essen (Andy Fisch und Ute Schweinefilet). Die Bratkartoffeln sind der Hammer: Schön mit Speck und Zwiebeln, nicht zu fettig und trotz eines krossen Äußeren von innen nicht trocken. Während wir noch essen, setzt sich der Koch an einen kleinen Tisch in unserer Nähe und wir kommen ins Gespräch. P1060671Er verrät uns, was das Geheimnis seiner Bratkartoffeln ist, und er macht uns sogar noch ein zweites Schälchen. So haben wir heute mal wieder extrem lecker für wenig Geld gegessen.
Und so fallen wir später vollgefressen, satt und zufrieden in unser warmes Bett.

25.12.2015
Wir haben gestern auf unserem “Stadt”bummel einen Bäcker gesehen, der heute auch geöffnet hat, so verzichten wir auf Aufbackbrötchen, verbinden die morgendliche Gassirunde mit dem Einkauf und holen frische Brötchen.
Ein Haus von unserem gestrigen Restaurant entfernt befindet sich der kleine Bäcker, in dessen Verkaufsraum kaum 3 Personen reinpassen. Aber wir wollen hier ja auch nicht essen, sondern nur Brötchen kaufen. Die sehen allerdings schon im Regal richtig lecker aus. So ziehen wir mit unserer Beute zurück und genießen ein echt leckeres Frühstück.
P1060683Danach zieht es uns nochmal zum Strand, wo wir zuerst zum Leuchtturm laufen und dann am Hafen entlang zu den Liegewiesen des Freibades. Der Zaun scheint für die Wintermonate abgebaut zu sein, so dass wir uns hier frei bewegen können. P1060690Die Flut hat eingesetzt und schwappt, dank des starken Windes, schon über die Ufer. Wind und Sonne, genau das wollten wir :) .
Wir packen unsere sieben Sachen und fahren noch ein Stück Richtung Süden an Bremerhaven vorbei bis nach Sandstedt. IMG_3397Hier ist vor dem Deich an einem Campingplatz ein kostenfreier Stellplatz am “Hafen”. Naja, Hafen ist etwas übertrieben. :D
Einzig der Sportplatz könnte, wenn es wärmer ist, etwas laut werden. Heute scheint die Sonne und trotz der frischen Temperatur sind hier ein paar Personen, vermutlich Flüchtlinge, am Bolzen. Wir packen uns warm ein und spazieren zuerst über den für den Winter leergeräumten Campingplatz zum Weserstrand.
IMG_3400Die gegenüberliegende Industrie trübt ein bisschen die Atmosphäre, stört aber momentan nicht. Wir gehen weiter und sind wieder an der Straße direkt unter dem Radarturm am “Hafen”. Wir laufen über den Deich und gehen ein Stück in den Ort. Viele schöne alte Häuser, mal mehr und mal weniger gut gepflegt. IMG_3402Viele davon sind reetgedeckt und haben sicherlich ihren Anteil an der Kulisse. An einem Kanal entlang kommen wir wieder am Wohnmobil an. Heute müssen wir mal selbst kochen ;) und so bereiten wir unser Abendbrot vor und lassen den Abend bei Kerzenschein ausklingen.
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26.12.2015
Wir fahren ein Stück nach Norden, unterqueren die Weser und biegen dann nach Norden ab. In Nordenham könnten wir auf einem Bauernhof für 8 € übernachten, doch es zieht uns weiter. In Burhave Strand parken wir mit Parkscheibe für 2 Stunden kostenfrei und laufen zum Deich hoch.
Wir fahren am Jadebusen direkt hinterm Deich entlang und schauen uns am südlichen Ende einen kostenfreien Stellplatz in Schweiburg an. Dieser liegt an einem Neubaugebiet und ist an der Zufahrt als eine Art Seitenstreifen angelegt. Da der Wind noch ziemlich kräftig bläst und leider direkt von der Seite kommt, entschließen wir uns, weiter zu fahren.
IMG_3406Es geht weiter Richtung Nordwesten bis nach Sande, wo wir auf dem großen Marktplatz – zwar ohne alles – einen “ruhigen” Stellplatz an der Kirche finden. Hier in der Stadt bläst der Wind nicht ganz so kräftig.
Wir packen uns warm ein und erkunden noch das Gelände – einen Bäcker finden wir leider nicht. So gibt es morgen dann wieder Aufbackbrötchen.
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27.12.2015
Dem Glöckner sei Dank haben wir heute nicht ausgeschlafen. Punkt 7 Uhr reißt uns etwas unsanft das monotone Glöckengebrüll aus dem Bett – SIE HABEN IHR ZIEL ERREICHT, wir sind wach…
Wir machen dann mal Frühstück, zur Feier des Tages gibt es zusätzlich Rührei mit Speck :) .
Um 10 Uhr läuten die Glocken melodisch (das war um 7 nicht der Fall) zum Gottesdienst. Wir packen zusammen und ziehen weiter nach Nordwesten nach Schortens, wo es einen großen Hundeauslauf geben soll. Mehr durch Zufall fahren wir an der Zentrale meiner Ausbildungsfirma (Nordfrost) vorbei. Ich war nur einmal für 6 Wochen in der Buchhaltung in Wilhelmshaven, aber nie in Schortens… Also die gibt es auch noch :D .
In Schortens am Hundewald angekommen, ziehen wir uns sicherheitshalber etwas regenfester an, da einige Regenwolken im Anmarsch sind. Ein altes Deponiegelände wurde hier für die Hunde abgezäunt. Jetzt kann man darüber philosophieren, ob das Hundefreundlich oder -feindlich ist. Man soll die Hunde nicht streunen und vor allem nicht buddeln lassen, so das Warnschild am Eingang, da der Müll relativ dicht unter einer dünnen Erdschicht liegt – TOLL :( . Und auch vom Baden im Wasser wird wegen einer hohen Schadstoffbelastung abgeraten….

Schortens

War etwas matschig im Hundeauslauf…

Wir behalten also unseren Dicken einfach im Auge und dicht bei uns. Kurz vor dem See kommt er dann an die Leine… wir wollen ja nichts riskieren. Wir treffen ein paar andere Hunde und Halter und kommen ein bisschen ins Gespräch. Nach einem großen Bogen erreichen wir wieder unseren Murphy und unser Gesprächspartner fängt kurz an zu träumen – genau so einen Kasten wollte er auch immer haben und viel reisen, doch jetzt ist er dafür zu alt und hat sich zumindest einen Wohnwagen gekauft, mit dem es dann kleinere Touren gibt. Auch wenn dieses “Hobby” nicht ganz günstig ist, wir machen gerade deswegen JETZT, wo wir noch fit sind, die Reisen. Wer weiß, wie lange wir leben oder das Schicksal uns einen Strich durch unsere Träume macht.
P1060705P1060709Es geht weiter nach Jever, wo wir einen wirklich nur kleinen Stadtbummel machen und danach direkt nach Wilhelmshaven zum Schwimmbad Nautimo fahren, welches einen Stellplatz angegliedert hat.
Es fängt endlich an zu regnen und wir lassen den Tag mit ein paar Gesellschaftspielen ausklingen.

28.12.2015
Nach einer Pause nach dem Frühstück gehen wir für 1,5 Stunden ins Schwimmbad schwimmen und genießen die Duschen.
Es ist Mittag, und nachdem wir die VE-Anlage genutzt haben, fahren wir noch kurz am Hafen entlang. An der Küste auf der Suche nach einem Nachtlager verwerfen wir 2-3 Stellplätze wegen des noch kräftigen Winds und landen schließlich in Esens auf dem Stellplatz am Schützenplatz. MurphyHier stellen wir uns ein bisschen in den Windschatten zweier großer Reisemobile und sondieren die Gegend. Leider ist kein Restaurant in direkter Nähe zu finden. Dank google finden wir aber einen Lieferservice und lassen uns unser Abendbrot heute mal anliefern :) .

29.12.2015
Es ist etwas 5 Uhr – ja morgens, also eigentlich noch mitten in der Nacht. Warum haben Gasflaschen eigentlich die dumme Angewohnheit, nachts aufzugeben bzw. leer zu sein *grummel*. Es ist saukalt in der Bude und so schwinge ich mich nur knapp bekleidet nach draußen und klemme den Schlauch an die zweite Gasflasche. Ute hält mir dabei vom Bett aus die Taschenlampe. Kurzer Test – ja, Heizung geht wieder. Türen zu und ab ins “fast” warme, dank Umluftheizung ist es das ja relativ schnell wieder.
Trotz meiner Heldentat muss ich dann kurz vor acht aufstehen und gehe wie blöd hinter meiner Frau und dem Hund her, auf der Suche nach einem Bäcker – und ich hatte noch nicht mal einen Kaffee :( . Nach 2,5 km Gerenne haben wir dann Brötchen, sitzen endlich beim Frühstück und ich hab meinen Kaffee zum Wachwerden. :) .
Aber ein Gutes hatte dieser Fußmarsch, so haben wir einen Baumarkt gleich um die Ecke entdeckt, wo wir dann unseren Gasvorrat gleich wieder auffüllen.
Nun fahren wir gen “Norden” immer westwärts.
Immer den kleinen Landstraßen, entlang der Küste folgend, kommen wir in Norden an. Der absolute Kommerz und Tourismus überrollt uns. Menschen über Menschen. Später erfahren wir, dass der NDR in Norden eine große Open Air-Silvesterparty veranstaltet. Wir fahren auf den großen Parkplatz am Schwimmbad und ziehen unser Parkticket. P1060713Mit warmen Klamotten und Wanderstiefeln ausgestattet folgen wir dem Menschenstrom zum Deich. Eine Fressbude hinter der nächsten, hin und wieder getrennt von einem Ramsch & Plün-Laden. Der Hund ist, wie wir, sichtlich gestresst. Wir erreichen den Deich, hier soll es links einen Hundestrand geben. Als wir die Deichkuppe erreichen, sehen wir links auch schon Hunde über ein großes freies Areal durch die Dünen und über den Strand flitzen.
P1060728An dieser Stelle möchte ich der Stadt Norden für diesen wirklich vergleichsweise tollen Hundestrand danken. Da können sich sehr viele Gemeinden, gerade in Küstenregionen, echt eine Scheibe abschneiden und diesem tollen Beispiel folgen. P1060717Lediglich ein Zaun vom Weg unterhalb des Deiches bis zum Wasser trennt den Hundebereich vom restlichen Strand. Weder vorne am Weg noch im Wasser sind Beschränkungen.
Einstein tobt sichtlich begeistert mit anderen Hunden durch die Dünen und im Watt durch den Matsch. Wir genießen den Sonnenschein und unseren glücklichen Vierbeiner.
IMG_3416Dann fahren wir nach Hage auf den Stellplatz am Wichter Weg. Hier gibt es kostenfreies WLAN und die Stellplatzgebühr ist mit 9 € noch ok. So können wir aber morgen noch VE betreiben.
Heute Abend gibt es ausnahmsweise mal Tütensauce und Penne dazu.

30.12.2015
Nach dem Frühstück brechen wir auf zum Pilsumer Leuchtturm, welcher vor allem durch einen Otto-Film berühmt wurde. Die Anfahrt ist etwas tricky, da unser Navi die “neue” Zufahrtsstraße nicht kennt und so sind wir am Abzweiger vorbeigefahren. P1060750Vor dem Deich ist ein völlig überfüllter Parkplatz. Die Parkuhr ist zum Glück abgebaut, so dass wir für diesen kleinen Ausflug außer Sprit nichts bezahlen müssen :) .Ringsherum ist auch weiträumig ein absolutes Halteverbot angeschlagen.
P1060741Da gerade ein Reisebus eine zusätzlich Menschenmasse angeliefert hat, laufen wir zunächst ein kleines Stück vom Deich zurück ins Landesinnere, wo eine kleine Aussichtsplattform für die umliegenden Feuchtgebiete angelegt ist. Die Fenster sind etwas trüb, so dass man diese schon öffnen muss, damit man rausgucken kann. Die Handhabung der Fensteröffnung erschließt sich uns allerdings nicht direkt und mir haut das Fenster nach unten in den dafür vorgesehen Schacht ab. Zum Glück ist die Scheibe heil geblieben.
P1060745Nachdem wir unser Bilder gemacht und einen Augenblick die Aussicht genossen haben, gehen wir zurück zum Deich und Leuchtturm und machen dort ebenfalls ein paar Bilder.
Es geht weiter nach Emden, wo wir ebenfalls auf abgeschaltete Parkautomaten treffen. Von der Stadtverwaltung laufen wir zum Hafentor. Am Hafen entlang laufen wir Richtung Norden zum Stadtgraben. Hier ist eine Parkanlage, die früher als Verteidigungswall fungierte. In einem großen Linksbogen gehen wir am Wasserturm vorbei zurück zu Murphy.
P1060752 P1060754 P1060756 P1060757
Wir fahren weiter nach Leer, wo wir erstmal komplett vom Verkehrschaos verschluckt werden. Fazit: In Leer war es nicht leer, sonder brechend voll – welch Kalauer :D .
So brechen wir unseren Stadtbummel-Versuch ab und fahren direkt nach Großefehn zum Ostfriesenbräu.
Auf dem Hof dürfen wir kostenfrei übernachten, wenn wir essen gehen, was wir gerne tun. Vielleicht ist es genau so ein leckerer Abschluss wie damals im Vielanker Brauhaus.
IMG_3422Das Bier ist zumindest schon mal lecker und das Essen erwarten wir voller Hoffnung. Doch leider werden wir enttäuscht. Meine Bratkartoffeln rochen nach Fisch (Utes hingegen nicht). Ist schon blöd, wenn man Schwein auf dem Teller hat. Wir können die Stellplatzbewertungen nicht so ganz nachvollziehen. Vielleicht waren die anderen Reisenden nicht ganz so verwöhnt wie wir. Also, Vielank, wir kommen zu euch sicherlich nochmal, aber das Ostfriesenbräu sieht uns zum Essen nicht nochmal wieder, da kochen wir schon deutlich besser (selbst im Wohni).

31.12.2015
Das Wetter wird ungemütlicher und es ist so kein schöner abgelegener Stellplatz in Sicht, um die Silvesternacht mit dem Hund in Ruhe zu überstehen. Daher entschließen wir uns, jetzt schon nach Hause zu fahren.
In Brinkum machen wir noch einen kleinen Abstecher zu IKEA und kaufen eine Bank für den Flur.
Und heute Abend gibt es dann Rinderfilet mit Leerdammer und getrockneten Tomaten gefüllt, dazu selbstgemachten Knödel und Rotkohl :) ;) .