Mittwoch:
Am kommenden Sonntag haben wir unseren 10. Hochzeitstag und wollten dazu eine kleine Tour nach Usedom unternehmen und das lange Osterwochenende nutzen. So haben wir heute einfach mal früher Feierabend gemacht und sind aufgebrochen.
Unser erstes Übernachtungsziel soll heute “Roter See” sein. Diesen Platz hatten wir bislang in keinem Stellplatzführer gesehen, sind jedoch schon einige Male an dem Schild an der Hauptstraße auf unseren früheren Touren von und nach MeckPom vorbei gefahren.

Die Anfahrt war etwas abenteuerlich, aber dann haben wir im Wald die ersten Schilder gesehen. Der Platz selber scheint schon uralt zu sein (noch aus DDR-Zeiten), jedoch sind diverse Dinge im Neubau befindlich. Wenn das mal endgültig fertig ist, dann ist das bestimmt ein richtig toller Platz. Allerdings ist das Ganze für Wohnmobile nicht so ganz geeignet. Auf dem Campingplatz werden 3 € mehr erhoben, jedoch ist hier dann auch die Duschennutzung inklusive. Am Restaurant könnte man günstiger stehen, jedoch ist das alles noch eine halbe Baustelle, zumindest waren wir uns nicht sicher, ob wir hier überhaupt richtig gewesen sind.

Nun gut, wir haben dann unseren Platz im Wald bezogen (SAT-Empfang war wegen der Bäume nicht möglich), hatten aber durch ein paar Baumreihen den Blick auf den See. Abends sind wir dann noch essen gegangen, wobei das geschmacklich eher in einen Imbis gehört. Selbst Ute war nach dem Essen noch leicht hungrig und das will schon was heißen.
Roter See

Donnerstag:
Der Brötchenservice am Morgen hat gut geklappt und wir hatten somit doch ganz leckere Brötchen zum Frühstück. Nach selbigen sind wir dann gegen späten Vormittag zu unserem Stellplatz in Ahlbeck auf Usedom aufgebrochen.

Diesen Platz hatten wir letzten Oktober schon einmal angefahren, da alle anderen Stellplätze schon geschlossen hatten, jedoch war dieser schon belegt. Die Bewertungen versprachen einen tollen Platz und so hatten wir zur Sicherheit im Voraus einen Platz reserviert.
In Ahlbeck angekommen fuhren wir direkt zum Stellplatz, wo wir überrascht einen wirklich tollen Platz vorfanden – gut und günstig, was nicht für die gesamte Ostseeküste gilt.

Im Sonnenschein, bei etwas kräftigerem Wind, haben wir den Gasgrill ausgepackt und haben den Abend richtig genossen.
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Freitag:
In unserer Urlaubsplanung hatten wir uns einiges rausgesucht, was wir uns auf Usedom mal angucken wollten. So haben wir nach dem obligatorischen Frühstück kurz noch beratschlagt, welche Tour wir aufgrund des bedeckten Himmels heute angehen wollten.

So war dann heute der Kölpinsee unsere erste Tagesetappe. Der See kann leider nicht direkt umrundet werden – wie wir hier feststellen mussten. Auf der Strandseite gingen wir ein Stück am See entlang, wobei man nur an einem kurzen Stück direkt am See gehen kann. Am Ende des Sees spazierten wir dann am Strand zurück.
Am Auto angekommen haben wir noch einen kleinen Wanderpfad gefunden und gingen diesen auf der anderen Seite des Sees entlang. Allerdings war auch das nur ein kurzes Stück am See und so marschierten wir dann zwischen den Ferienhäusern zurück zu Murphy.
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Nach einer kurzen Kuchenstärkung sind wir zum NSG “Südspitze Gnitz” gefahren. Hier haben wir uns auf die Fahrräder geschwungen und sind dem gefühlten Trampelpfad zu einer richtig schönen Rundtour gefolgt. An einem kleinen Strand haben wir bestimmt 30 Schwäne zwischen dem Schilf gesichtet. Dann fuhren wir noch ein Stück zur Steilküste hoch und mittig wieder zurück.
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Als nächstes sind wir dann zum Löddiner Höft gefahren, wo wir eine kleine Rundtour machen wollten. Am Ende der Steilküste sind wir auf (vermutlich) Einheimische gestoßen. Nachdem die Hunde ein bisschen getobt hatten, erkundigten wir uns, wo wir denn weiter gehen könnten. Man wies uns den Weg mit dem Zusatz: “Das ist eng, p1030476aber hübsch. Ihr seht aber sportlich aus, das geht!” So brachen wir also zum Rückweg auf.
Sehr weit sind wir nicht gekommen und der Trampelpfad führte nahezu senkrecht die Steilküste hinunter. Da wir da nicht wirklich runter wollten, sind wir ein Stück zurück gegangen und dann rechts über eine Wiese zurück zum Hauptweg.
Übrigens liegt hier auch der nördlichste Weinberg Deutschlands :D.

So beenden wir unsere heutigen Ausflüge und kehren zum Platz zurück.

Samstag:
Heute muss Einstein dran glauben – wir haben eine größere Radtour geplant. Murphy darf heute ausruhen und wir schwingen uns auf die Räder und brechen zum Wolgastsee auf.
Zunächst durchfahren wir Ahlbeck noch ein Stück und biegen dann rechts ab und fahren durch den Wald, der uns Unsportlichen und Untrainierten schon etwas beansprucht hat. Die Hügel hier sind ja nicht hoch, haben es aber irgendwie doch in sich :D. In Korswandt angekommen, stehen wir auch gleich direkt am Wolgastsee.
Die Tour um den See ist dann sehr angenehm zu fahren.
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Für die Rücktour haben wir dann eine andere Route gewählt und sind um den Wald (inkl. Hügel) herum gefahren. Leider haben wir einen Abzweiger nicht gefunden und sind so einen kleinen Umweg gefahren. Dieser war aber landschaftlich sehr reizvoll :).

Allerdings schmerzten uns die sog. vier Buchstaben nach der Tour – wir müssen deutlich mehr Sport machen :D. So genossen wir dann die Sonne, die wieder zum Vorschein gekommen war.

Sonntag:
Heute ist schon unser Abreisetag. Wir wollen zum einen nicht am Montag in den kompletten Abreiseverkehr geraten, und zum anderen wollen wir die komplette Tour nach Hause nicht in einem Rutsch zurücklegen. Und wir wollten im Norden der Insel noch in Peenemünde einfallen.

So haben wir uns nach dem Frühstück abfahrbereit gemacht und unseren Platz bezahlt. Hier erfuhren wir, dass der Stellplatz (mit immerhin 25 Plätzen) im Sommer immer nahezu ausgebucht ist. Was wir bei dem Angebot zu diesem Preis auch nachvollziehen können. Einzig dass im Sommer meist nur Wohnwagen hier stehen, finden wir etwas schade, da es für diese reichlich Campingplätze gibt und Wohnmobilstellplätze häufig auch durch PKWs zugeparkt werden.

Peenemünde: Hier, wo die V2 entwickelt wurde, wandelten wir auf den Pfaden der Historie – schon spannend, was hier nach 70 Jahren noch steht.
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Danach fuhren wir nach Waren, wo wir uns beim Blumenladen auf dem großen (kuscheligen) Stellplatz einquartierten. Ein kurzer Ausflug zum Hafen, wo wir dann zum Ausklingen des Tages beim Griechen einkehrten.

Montag:
Bevor es nun endgültig nach Hause geht, fahren wir noch zum Müritz Nationalpark, wo wir an einem der Eingänge eine kleine Wandertour beginnen. Neben zwei kleinen idyllischen Seen erblickten wir auch eine Ringelnatter, welche unseren Weg kreuzte.
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Hier noch das Video mit vielen weiteren Bilder und Videos unserer Tour: