once upon a time...

Kategorie: Ausflüge/Urlaub Seite 1 von 6

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Was stimmt mit mir nicht?

Viele verstehen nicht, was mit mir los ist und kommen mit meinem ständigen negativen Gedanken nicht klar.
Ich selbst habe damit große Probleme, weil ich nicht mehr der fröhliche und lebenslustige Mensch bin, der ich einst war und der trotz extrem viel Arbeit versucht hat positiv in die Zukunft zu blicken. Es ist, als hätte jemand einen Schalter bei mir umgelegt und ich bin nicht in der Lage, diesen wieder in die alte Position zu drücken.
Mein größter Kritiker bin ich selbst und stehe mir deswegen selbst im Weg, auch aktuell. Ich erwarte zu viel von mir in sehr kurzer Zeit. Schon als Teenager und auch erst vor kurzem habe ich zu hören bekommen, dass ich meine Erwartungshaltung deutlich senken muss. Aber warum? Soll ich mir selbst es nicht für gewisse Dinge Wert sein? Warum auch in der Arbeit nicht Dinge gleich ordentlich machen, anstatt X-Mal nur halbherzig? Genau daran bin ich aber wohl zerbrochen, zumindest ein Teil von mir.

Vor ein paar Tagen erhielt ich den Satz: „Dich hat doch nur deine Frau verlassen und komm endlich raus aus deinem Loch.“

Für die meisten Menschen in meinem Umfeld mag das so aussehen. Ich hab jedoch weit mehr verloren, als nur eine Frau, die seit Jahren heimlich nur ihre eigenen Ziele im Sinn hatte. Ich habe ein Lebensziel verloren, wenn nicht sogar das größte, bei dem ich kurz davor war es zu erreichen.
Darüber hinaus ist mein Glaube in Ehrlichkeit und „wir schaffen das gemeinsam“ stark erschüttert worden. Vieles, an das ich seit meiner Kindheit als Werte (nicht materiell) geglaubt habe, ist in seinen Grundfesten zerstört worden.
Mir wurden bei einer beruflichen Überbelastung, die private Basis als Halt und Ausgleich unter den Füßen weggerissen!
Die Frage, jetzt nach meiner Vergangenheit: „Bin ich überhaupt beziehungsfähig, bin ich überhaupt gut genug für irgendwas – sei es privat oder im Job?“
Denn auch im Job hatte ich immer mehr den Eindruck, es niemanden mehr recht machen zu können.

Um es vielleicht zu verbildlichen: Stelle Dir vor, dass Du schon immer auf den Mount Everest wolltest, um dort einen Moment zu verweilen, um Dich dann langsam genießend auf den Rückweg zu machen. 30 Jahre trainierst Du und bereitest alles darauf vor, dieses Ziel zu erreichen. Kurz vor Erreichen des Gipfels, es fehlen vielleicht noch 200 oder 300 Höhenmetern, rutscht Du entweder durch Unachtsamkeit oder durch Fremdeinwirkung ab und stürzt den Berg hinab. Nun liegst Du da, schwer verletzt und Dir wird klar, da oben hoch, wirst Du es nie wieder hinschaffen.
So ist es mit mir und meinem Leben. Ich hatte es nie leicht und wollte raus aus dem, was da war. Ich habe in den letzten fast 20 Jahren gedacht, ich wäre diesem Erreichen des Gipfels so nah, wie noch nie.

Nun kommen da Menschen und sagen: „Dann mach Dir neue Ziele“ – Spaßvögel. Es mag zwar sein, dass ich noch jung bin. Ich bin extrem verletzt oder traumatisiert und benötige vermutlich sehr lange, um da wieder raus zu kommen. Eure scheiß blöden Sprüche und Lebensweisheiten helfen da überhaupt nicht.  Ob ich dann später noch in der Lage bin neue Ziele, die zuvor über Jahre gereift sind, mal eben neu aus dem Hut zu zaubern – sorry, mir fehlt einfach die Vorstellungskraft.

Das Haus

Eines der Ziele war immer einen Rückzugsort, mein Schloss, meine Burg zu haben. Dieses war nun fast bezahlt und nun, wenn ich es halten will, habe ich mehr Schulden als je zuvor. Wenn ich ein Darlehen aufnehme, muss ich dieses bis Renteneintritt (etwas über 18 Jahre) abbezahlt haben, sonst machen die Banken nicht mit. Da werden Meinungen laut, dann verkaufe es, es ist doch eh viel zu groß für dich alleine und nimm eine kleine schöne Wohnung. Ja, es ist für mich alleine zu groß. Theoretisch würde mir ein kleines Blockhaus mit 40-50qm reichen. Jedoch hängt so viel eigene Planung und Herzblut in diesem Haus und ich habe es mal gebaut, um darin alt zu werden.
Zum Thema Wohnung kann ich nur so viel sagen, ich will keinen Nachbarn mit dem ich Wand an Wand lebe und Rücksicht auf diese nehmen muss. Ich will auch mal die Anlage aufdrehen oder andere Dinge tun, womit andere sich gestört fühlen könnten. Zumal ich mich vermutlich an die Regeln halten würde, nicht aber die Anderen – sorry, da muss schon extrem viel passieren, damit ich das machen.
Warum dann nicht ein anderes Haus? Meine Ex und ich haben fast ein Jahr nach einem solchen Grundstück gesucht und es wird schwierig was vergleichbar ruhiges in einer solchen Lage und dann noch bezahlbar zu finden. Zudem ist das Haus über den damaligen Standard gedämmt und somit sehr energieeffizient, dass ich schon wieder neu bauen müsste, um etwas vergleichbares zu bekommen.
Auch hatte ich überlegt hier im Norden alles hinzuwerfen und in Baden-Baden neu anzufangen. Bezahlbar sieht aber selbst im näheren Umland um das Büro anders aus. Für den gleichen Haus-/Grundstückswert bekomme ich in Baden-Baden/Bühl nur ein Waschlappengrundstück (230qm) mit einer Hundehütte drauf. Alternativ müsste deutlich mehr Fahrzeit einplanen, was meine (sowieso wenige) Freizeit noch mehr vernichtet. Das sind alles keine wirklichen Optionen. Also muss ich das Haus hier im Norden irgendwie finanzieren und wenn ich es abbezahlen will, dann darf ich nicht endgültig arbeitsunfähig werden. In Baden-Baden wird das noch unrealistischer umzusetzen.

Apropos Gesundheit und Job

Was ich durchmache, sieht niemand! Jeder Tag ist für mich aufs Neue ein Kampf und geht schon mit dem Aufstehen los. Ich kann von Glück sprechen, dass ich es irgendwie hinbekomme aufzustehen, mich ernähre (wenn auch nicht gesund), mich wasche und Zähne putzen, sowie mit sauberen Klamotten in den Tag starte. Da hört es bei mir meistens aber auch schon auf. Etwas Optimismus an dieser Stelle – ich habe in den vergangenen Monaten Menschen kennengelernt, die selbst das nicht hinbekommen.

Das größte Problem ist mein Hirn, weil es nicht macht, was ich will. Ich will positiv auf meine Zukunft schauen, ich will Freude im Leben erfahren.
Ich will daran glauben, dass ich ein gut aussehender und intelligenter Mann bin.
Ich lebe zur Zeit als Vagabund, um zum Einen die Freizeitgestaltung zu lernen und Dinge auszuprobieren, um etwas zu finden, was mir Freude bereitet, Selbstvertrauen zurück gewinnen – leider erfolglos. Ständig steht mir mein Kopf im Weg.

Ich habe nach einem Vergleich gesucht, den „Normalos“ vielleicht besser nachvollziehen können.
Stellt euch vor, wie ihr drauf seid, wenn ihr einen fiebrigen grippalen Infekt habt, dann habt ihr eine gewisse Vorstellung. Die Birne ist irgendwie wie Brei. Auch wenn ich wach bin und relativ klar, aufgeräumt und fokussiert wirke, kann ich mich kaum konzentrieren und muss oftmals Sätze dreimal lesen und hab den Inhalt trotzdem nicht verstanden. Inhalte aus Gesprächen sind im Grunde nach weiteren 2-3 Sätzen einfach weg. Obwohl ich im Moment nicht wirklich viel zu tun habe und somit keinen wirklichen Alltagsstress habe, mache ich bei den einfachsten Abläufen Fehler oder vergesse komplette Dinge. Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sind leider ein Symptom und nicht behandelbar. Auch die Grundursache ist letztenendes nicht vollständig heilbar und somit wird das irgendwie ein Teil von mir bleiben.

Damit ich also wieder fitter in der Birne werde, muss ich das Grundproblem behandeln.
Der Auslöser ist nun jedoch der Verlust meines Lebens, wie ich es mir gewünscht hatte. Wie soll ich also etwas behandeln, was in seiner Form unwiederbringlich weg ist und in anderer Form unerreichbar sein wird? Zudem fehlt mir die Zeit neue Ziele zu entwickeln – davon mal abgesehen, dass es mit dem Hirn gerade unmöglich ist.

Und weil die Birne nicht funktioniert, wie sie soll, sehe ich für die ordentliche Ausübung meines Jobs auf Dauer auch eher schwarz. Daher ist es so mega wichtig für mich, dass ich wieder einen klaren Kopf bekomme – egal wie und wodurch. Emotionen kann ich an dieser Stelle überhaupt nicht gebrauchen und die können von mir aus komplett abgestellt werden.
Sonst wird irgendwann die Arbeitslosigkeit und der damit verbundene sozialen Absturz unausweichlich sein – für mich zum Leben, nicht akzeptabel.
Wir leben zwar nicht um zu arbeiten, jedoch arbeiten wir, um zu leben und wenn arbeiten nicht mehr möglich ist…..

Frau

Auch das ist ein Thema und hängt mit den oben beschriebenen Lebenszielen zusammen, welches sich nicht mal so eben lösen lässt. Eins meiner Ziele war es, sich mit einer Partnerin ein Leben aufzubauen, gemeinsam Erinnerungen zu schaffen und mit dieser/n gemeinsam alt zu werden. Das mit dem gemeinsam Altwerden kann sicherlich in jedem Lebensalter neu gestartet werden, nicht aber ein gemeinsames Leben aufzubauen und was fast viel wichtiger ist, gemeinsame Erinnerungen zu schaffen… ja, auch das geht in gewisser Weise, jedoch nicht mehr über einen langen Zeitraum.
Ein „…kannst Du Dich noch an … erinnern, wie wir ….“ kann aus meiner Sicht nicht mehr aufgebaut werden.
Dann hab ich noch ein Problem bei der Überlegung, was ist mit der Liebe, wenn mir sämtliche Emotionen genommen werden, damit ich wieder eine klaren Kopf zum Arbeiten habe 🤷‍♂️…

Ich erhielt aufgrund der Trennung folgendes Zitat: „Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut war, war es noch nicht das Ende“.
Da, bis auf die letzten Jahre, eigentlich alles dicht an perfekt (gut) dran war, muss das was da kommt besser sein! Den perfekten Partner gibt es jedoch nicht. Ich will keine 20 jährige und weiß, dass wir alle ab einem gewissen Alter so unsere Problemzonen haben, darum geht es auch nicht. Ich habe allerdings gewisse Vorstellen, wie eine Partnerin aussehen sollte, was die Auswahl am Markt leider fast auf Null dezimiert. Die meisten Frauen sind noch mit ihren minderjährigen Kindern beschäftigt. Ich will keine Kinder mehr im Haus haben, wo ein Erziehungsauftrag zu erfüllen ist.
Gut wäre also eine kinderlose Frau, wo zumindest die Kinder aus dem Haus sind und sie selbst mit beiden Beinen im Leben steht. Zudem sollte sie kein Problem mit einem leicht Bekloppten haben, wie ich nun mal einer bin.
Das was ich bislang gesehen habe, ist oftmals deutlich älter und/oder sie haben ein kleines (ironisch zu verstehen – es ist eher ein großes) Gewichtsproblem – mag jetzt hart klingen und wenn auch Schönheit im Auge des Betrachters liegt, ich finde es nicht ästhetisch noch erotisch. Problemzonen haben wir alle, wie ich oben bereits geschrieben habe, diese sollten nur nicht zu groß sein (das verstehen jetzt sicherlich auch wieder einige falsch – mir egal). Auch sind die meisten möglichen Partnerinnen durch Vorgeschichten so vorbelastet (wie ich auch), dass es schwierig wird eine Vertrauensbasis aufzubauen.
Die Frau, die ich ansprechend finden würde, gibt es somit entweder nicht oder sie ist noch glücklich vergeben. Hinzu kommt, dass ich (im Gegensatz zu anderen) nicht bereit bin eine Frau aus einer Beziehung rauszuholen. Ich bin da vielleicht etwas altmodisch, zumindest wenn ich mit ihr eine neue Beziehung aufbauen will. Ich will kein Lückenfüller sein!
Zudem wollen die meisten Single-Frauen auch keine Kompromisse mehr eingehen und den möglichst perfekten Mann mit gewissen Attributen, welche ich bei mir nicht sehe.

Nicht nur, dass es DIE Frau für mich (vermutlich) nicht gibt, fehlt mir das innere Strahlen, damit die Frauenwelt überhaupt auf mich aufmerksam werden könnte. So wie ich momentan drauf bin, bräuchte es schon einen extremen Helferkomplex, um mit mir etwas anzufangen. Wie bekomme ich also das Strahlen wieder, wenn doch eigentlich genau die Partnerin und das oben beschriebene glückliche Leben fehlt. 🤷‍♂️ 

Ich weiß selbst, dass es für mich zum aktuellen Zeitpunkt überhaupt nicht gut wäre, eine neue Beziehung aufzubauen.
Es ist nur ein Problem im großen Ganzen!

Aufgrund meines Jobs, werde ich auch kaum die Zeit und die Möglichkeit haben, einer neuen Beziehung eine Chance zu geben. Ich habe immer viel gearbeitet und, auch wenn ich mich noch so bemühe weniger zu arbeiten, werde ich dennoch mehr machen, als es für eine Beziehung gut sein würde. Hinzu kommt meine hin und her gerissene Situation zwischen Nord und Süd. Den Wohnsitz dauerhaft in den Süden zu verlegen, ist – wie oben beschrieben – aus meiner Sicht kaum umsetzbar. Somit werde ich pendeln, weil ich ja eh auf niemanden Rücksicht nehmen muss.

Dann kamen so Empfehlungen: „es gibt auch genügend Frauen, mit denen man nur Spaß haben kann!“ Mag sein, dass es die gibt. Mit mir hat solch eine Frau noch keinen Kontakt aufgenommen oder auf meine Kontaktaufnahmen geantwortet – weder in der weiten Vergangenheit, noch in den vergangenen Wochen. Ich bin wohl nicht der Typ, mit dem eine Frau ein Abenteuer eingeht. Ich war bislang immer eher der gute Freund/Kumpel, auf den man sich verlassen kann – eher ein Versorger. Der will ich aber nicht ausschließlich sein.
Ich will Abenteuer, Freund, Partner und ja vielleicht auch ein Stück weit Versorger in Einem sein.
Ja, ich vermisse diese eine Sache sehr und werde mich damit abfinden müssen, dass es lange Zeit oder für immer ohne gehen muss.

Abschluss

Schenkt euch bitte alle die gut gemeinten Ratschläge. Ja, vielleicht wird tatsächlich alles wieder gut und auch lebenswert.
Was ich tun müsste, damit es besser wird, ist mir grundsätzlich bekannt – ich kann es nur nicht umsetzen. Mir fehlt die Perspektive, um daraus Kraft und Mut zu schöpfen und somit wieder einen Sinn in meinem künftigen Leben zu sehen.
Wenn Ihr mir helfen wollt, habt Verständnis, dass ich so bin, wie ich bin oder zeigt mir konkrete Lösungen auf.
Vielleicht auch Nachsicht, dass bei mir vermutlich einiges länger dauern wird, bis ich Dinge erledigt habe.

Medizinische Hilfe zu bekommen, ist aufgrund der Wartezeiten fast aussichtslos. Hinzu kommt, dass ich nicht weiß, wo ich wann sein werde und ob ich dann dort auch Hilfe erhalten kann 🤷‍♂️. Auch habe ich festgestellt, dass die bisher angebotene „Hilfe“ wenig hilfreich war. Somit muss ich, wie so oft in meinem Leben, alleine auf mich gestellt das Problem lösen.

Nach der ReHa, wann auch immer die sein wird, hoffe ich zumindest die Medikamente bekommen zu haben, damit ich halbwegs vernünftig arbeiten kann.
Dann werde ich für einige Monate in Baden-Baden arbeiten und …..
mal gucken wie es weiter geht.

Das Haus werde ich vorerst behalten und sehen, wie ich damit in Zukunft weiter umgehe.

Abschließend noch etwas, was so gar keiner verstehen kann: Der Gedanke einer „Endlösung“ bleibt auf dem Tisch! Ich habe es allerdings bis zu einem gewissen Termin aufgeschoben, weil dieser Schritt von mir, für andere zum jetzigen Zeitpunkt nicht gut wäre. Insofern gebe ich dem Schicksal die Zeit, den bei mir verzapften Bockmist wieder gerade zu rücken.

Vorerst keine Reiseberichte mehr

Aufgrund von gravierenden Veränderungen in meinem Leben, musste ich die Reiseberichte vorerst deaktivieren.
Sollte ich irgendwann die Zeit finden, werde ich die Inhalte überarbeitet wieder bereitstellen.

Providerwechsel – Diverse Fehler auf der Seite

Tja, so ist das, wenn man von seinem Provider quasi gezwungen wird kurzfristig zu wechsel. Da ich eine Verdreifachung des Hosting-Preises nicht hinnehmen wollte, musste ich kurzer Hand einen neuen Anbieter suchen.
Der war schnell gefunden, jedoch musste ich diese Seite mit knapp 4 GB Bildmaterial erstmal transferieren. 

Leider ist bei diesem Transfer einiges an Verlinkungen verloren gegangen, welche ich nun in den kommenden Monaten überarbeiten werde.
Wer also noch Fehler findet darf mir diese gerne mitteilen.

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